Art Brut als Erlebnis. Kunst und Irritation.
Unter dem programmatischen Titel gugginger irritationen I fand im Juni 2008 erstmals das von Standortmanagerin Nina Katschnig, Michael Martinek und seinem Musiklabel fabrique records gemeinsam mit dem Künstlerduo marshall!yeti initiierte Musik- und Kunst-Festival im Art / Brut Center Gugging statt, das mit über 700 begeisterten Besuchern erfolgreich startete. Die gugginger irritationen II unterstreichen mit zahlreichen Uraufführungen und einem Programm um elektronisch-/klassische Musik, Texte und multimediale Installationen die große Eigenständigkeit des Festivals und lassen das Publikum Teil eines Gesamtkunstwerkes werden.

marshall!yeti, das legendäre Künstlerduo, selbst bereits von zahlreichen großen zeitgenössischen Künstlern wie Erwin Wurm, Hermann Nitsch, Günther Brus oder Kunstkennern wie Karlheinz Essl für eine exklusive Bildreihe portraitiert, wird für eine besondere Aktion sorgen, die für die BesucherInnen ein streng limitiertes Kunstwerk als ganz persönliche Erinnerung an die gugginger irritationen II beinhaltet.

Weiters eröffnen die beiden in ihrer Funktion als Begründer von ARTV.at, eingeleitet mit einer Uraufführung eines Musik-Video-Triptychons des Komponisten Reinhard Süss und der Video- Cutterin Claudia Auer eine permanente Gugging-Photo-Videoinstallation.

Der Wiener Elektronikmusiker Kava präsentiert in Zusammenarbeit mit dem britischen Komponisten Christopher Chaplin entstandene klassisch-elektronische Musikstücke aus ihrem im Sommer 2010 erscheinenden Album „Seven Echoes“ erstmals live und in Begleitung des Polypop String Quartets.

Wolfgang Schlögl alias I-Wolf, u.a. mit den Sofa Surfers internationales Aushängeschild der Wiener Musikszene, erarbeitet in Zusammenarbeit mit dem Musiker und Autor Paul Divjak und unter Mitwirkung der Festival-Besucher live vor Ort eine exklusive Gugginger Art Brut-Soundcollage.

Hans-Joachim Roedelius, Elektronikmusikpionier und Komponist, betätigt sich als Vorleser ausgewählter Texte der beiden Gugginger Art Brut-Dichter Edmund Mach und Ernst Herbeck.

Petschinka, einer der erfolgreichsten Hörspielautoren des deutschen Sprachraumes, präsentiert "Gott ist brav", eine 20-minütige August Walla-Hörspiel-Komposition live und gemeinsam mit dem Schauspieler Norbert Schwientek und dem Jazztrompeter Franz Hautzinger.

Bernhard Fleischmann, umtriebiger Elektronikmusiker aus Wien, präsentiert mit „mikro_kosmos“ seine persönliche musikalische Hommage an die Gugginger Künstler erstmals live im Rahmen des Festivals.

Jogi Neufeld, Computerspielexperte der ersten Stunde und Betreiber des Kult-Shops Subotron, wird eine Hauswand des Art / Brut Centers mittels Projektion in ein temporäres Haus der Künstler verwandeln.

Christian Rösner, Journalist und ebenfalls Betreiber des Musiklabels fabrique records, wartet bei den gugginger irritationen II mit einer philosophischen Performance auf, die die Sprache als Grenze unserer Welt beschreibt – „die Farbe des Ich“, eine Fortführung der legendären "Begehung des Nichts", die beim ersten Festival 2008 schon für publikumswirksame Irritationen gesorgt hat.

Felix „Bnckd“ Leiter, der kreative Kopf hinter Projekten wie Waxolutionists, Supercity oder Events wie “Praterei” und “Run Vie”, rundet das bunte Festivalprogramm an beiden Tagen mit einem DJ-Set ab.

Alex Billig aus London, der Gewinner des FM4 Remix-Contests - im Mai 2010 waren alle FM4-Hörer eingeladen, rare Klangspuren und Sprachsamples von Gugginger Art Brut-Künstlern im FM4 Soundpark downzuloaden und nach dem Motto "Kunst von innen heraus, roh, unverfälscht und ungesüßt" Remixes und musikalische Interpretationen anzufertigen. Der britische Musiker Alex Billig, ua. auch Co-Songwriter bei der Indie-Pop-Band Wolventrix konnte die Jury mit seiner Walzer-esken, elektronischen Interpretation für sich gewinnen.

Art Brut steht für unverbildete, rohe Kunst. Kunst von innen heraus, unverfälscht und ungesüßt. Das international renommierte Art / Brut Center Gugging samt Museum, Galerie und modernem Shop gilt als eine der weltweit führenden Institutionen in dieser Kunstrichtung und bietet mit dem im Jahr 2008 neu geschaffenen Festival den Nährboden für spannende, neuartige Kunst-Projekte und unterstreicht damit seine besondere Stellung am Kunstmarkt.